Wachstumsstörungen im Bereich der Wirbelsäule und der Füße

Der überwiegende Teil der orthopädischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter betrifft Wirbelsäule und Füße. Zur Erkennung und adäquaten Behandlung von jugendlichen Wirbelsäulenverkrümmungen, der sogenannten Skoliose, sind Röntgenaufnahmen der gesamten Wirbelsäule im Stehen unerlässlich. Je nach Schweregrad der Wirbelsäulenverbiegung kann eine krankengymnastische, orthopädietechnische (Korsett) oder operative Behandlung notwendig sein.

Fehlstellungen der Füße, wie der Knicksenkfuß oder Spreizfuß, lassen sich in aller Regel durch die Verordnung von Einlagen therapieren.

Sonographie der Säuglingshüfte

Der Hüftultraschall wird bei Säuglingen ab dem ersten Lebenstag durchgeführt, um angeborene Hüftkrankheiten frühzeitig zu erkennen. Besonders gehäuft tritt die sogenannte Hüftdysplasie auf. Hierbei reift die Hüftpfanne nicht schnell genug über den Kopf. In den ersten Lebenswochen ist eine Nachreifung der Pfanne möglich. Je früher die Hüftdysplasie erkannt wird, umso schneller und besser kann man sie behandeln. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung ermöglicht in den meisten Fällen eine komplette Ausheilung. Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Säuglingshüfte, die von Prof. Dr. Graf entwickelt wurde, ist seit 1984 die bestmögliche Methode, Hüftreifungsstörungen bei Neugeborenen und Säuglingen optimal zu erkennen.